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Laut, hart und metallisch

Von Felix Groell, 20.07.11, 16:56h

Die Szene der Fans ist bunt gemischt. Es sind nicht die typischen Rocker in schwarzen Stiefeln, Kutten und langen Haaren, die das Festival prägen, es ist die Vielfalt der Besucher. Sogar einige junge Familien ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Die Menschen vor der Bühne sind in rotes Licht getaucht, sie springen und reißen die Arme nach oben. Aus den Boxen brettert in rasender Geschwindigkeit der Sound von Drums, Gitarre und Bass, laut, hart und metallisch. Es spielen Bands wie "Pantaleon", "Steelpreacher", "Tales of Horror" und "Warrent".

Keine hundert Meter von der Bühne entfernt liegt der Zeltplatz. Hunderte Musikfans haben sich hier niedergelassen, viele suchen noch nach einem freien Platz. Sie alle wollen dabei sein: beim Festival "Hard'n’Heavy's Summernight Open-Air", das im Kommerner Mühlenpark stattfand.

Die Besucher helfen sich gegenseitig beim Tragen von Gaskocher, Fertiggerichten und Dosenbier, ebenso beim Zeltaufbau, der nicht allen so recht gelingen möchte. Je später der Abend, desto schwieriger wird es. Zum Glück ist das Wetter am Freitag noch auf der Seite der Festivalbesucher. Wer einen Platz gefunden hat, gesellt sich schnell zu seinen Zeltnachbarn. Warmes Dosenbier macht die Runde.

"Umsonst-und-draußen"- Festival

Die Szene der Heavy-Metal-Fans ist bunt gemischt. Es sind nicht die typischen Fans in schwarzen Stiefeln, Kutten und langen Haaren, die das Festival prägen, es ist die Vielfalt der Besucher. Metal-Fans der ersten Stunde feiern und zelten neben hunderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der ganzen Region. Sogar einige junge Familien wollen sich das "Umsonst-und-draußen"- Festival nicht entgehen lassen.

Im Laufe des Abends wird das Dosenbier zum Problem – vor allem für die Veranstalter. Viele Fans transportieren den Gerstensaft palettenweise auf das Gelände. Die Veranstalter kassieren die Dosen nicht ein, weil sie fürchten, damit der Stimmung zu schaden. Dabei finanziert sich das Festival hauptsächlich über den Getränke- und Essensverkauf. Ohne diese Einnahmen ist die nächste Auflage in Gefahr. Den Veranstaltern bleibt nur die Möglichkeit, ihren Gästen ins Gewissen zu reden.

Die Musikfans sind indes bester Laune. Sie genießen das Wochenende, das Wetter, den Zeltplatz, die Gemeinschaft. Sie öffnen ihre Runden für Fremde, sprechen über die Erfahrungen vom letzten Konzert. Manche sehen an diesem Abend nicht eine einzige Band auf der Bühne.

Wer sich für die Musik entschieden hat, kann am Freitag den Headlinern "Warrent" lauschen. Trotz asphaltiertem Untergrund toben Hunderte vor der Bühne und grölen die Texte mit. Als das letzte Riff verklungen ist, feiern etliche im Zelt weiter, die Metal-Party dauert bis in die Morgenstunden. Manch einer findet sein Zelt nicht wieder, drei Besucher landen im Teich. Sie überstehen das unfreiwillige Bad aber ohne Verletzungen.

Gummibärchen auf Milchbrötchen

Wie bei den Zelten wird auch beim Frühstück gerne improvisiert. Gummibärchen auf Milchbrötchen mit Instant-Kaffee ist da nur eine unter vielen ausgefallenen Kreationen. Beim morgendlichen Gang über den Zeltplatz wummert schon Musik aus kleinen HiFi-Anlagen. Einige wundern sich, weshalb die Bierbude noch nicht geöffnet hat.

Als die erste Band des Tages, "Forces At Work", am Mittag die Bühne betritt, muss sie sich mit wenigen Zuschauern zufrieden geben. Es ist zu früh, viele Besucher sind noch gar nicht richtig wach. Am Nachmittag geben sich die Organisatoren Ralf Schumacher und Elfi Bauerfeind bereits sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals: "Die Gäste sind sehr motiviert. Ich habe bisher nur positive Rückmeldungen bekommen, und wir haben bereits 700 Festival-Bändchen verkauft", erzählt Elfi Bauerfeind.

Am Abend ist der Platz wieder gut gefüllt. Und es kommt so, wie bei einem Open-Air-Festival einfach kommen muss: stundenlanger Regen. Doch das stört keinen. Ausgelassen feiern die Metal-Fans bis in den frühen Morgen. Mehr als 1000 Besucher zählen die Veranstalter am Ende. Und alle sind bereits gespannt auf das nächste Jahr, als sie am folgenden Morgen das Gelände in Richtung Bahnhof verlassen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.07.11

Kommentar der Stadt Euskirchen

Paul Zündorf - Technischer Beigeordneter

Eine Antwort des Technischen Beigeordneten Zündorf stellvertretend für alle Gästebucheinträge zum Festival:

Hard-Rock-Festival in der Erftaue am 17.07- 19.07.2009


Über die äußerst positive Resonanz zum Hard-Rock-Festival, wie die überaus große Anzahl der hier eingegangenen Maileingänge bestätigt, freuen wir uns sehr und möchten uns dafür herzlich bedanken.

Seit 2003 wird das Open-Air-Festival durch den Verein "Hard´n Heavy´s Rhein Sieg 1997 e.V." in der Erftaue angeboten. Wurde anfänglich in der Bevölkerung noch über die Musik und das z.T. verwunderliche Auftreten der Teilnehmer, alle schwarz gekleidet und lange Haare, diskutiert und diese kritisch beobachtet, ist das Festival heute ein fester Bestandteil in der Euskirchener Kulturszene und wird in der Bevölkerung weitestgehend akzeptiert.
Das Festival ist heute über die regionalen Grenzen hinweg von Bedeutung und Euskirchen auch in dieser Szene ein Begriff.
Daher möchte ich an dieser Stelle dem Verein für den immer reibungslosen Ablauf des Festivals danken.

Eine weitere Genehmigung für die Durchführung in 2010 kann jedoch nur in Abhängigkeit zum Bau des Gesundheit- und Sportbad betrachtet werden und ist zur Zeit noch nicht abzusehen.
Selbstverständlich kann der Verein, bei einem evt. notwendigen Standortwechsel, auf die Unterstützung durch die Stadt Euskirchen rechnen.

Mit freundlichen Grüßen,
in Vertretung

Paul Zündorf - Technischer Beigeordneter

Quelle: Gästebuch der Stadt Euskirchen

Schwermetall und lange Haare in Euskirchen

Josef Kaiser, Freitag 17. Juli 2009

Wo gibts eigentlich sowas noch: 12 Bands spielen 3 Tage lang vor tausend Fans - und keiner muß Eintritt zahlen. Ein Open Air Festival - für umme! Na, in Euskirchen, da steigt jetzt am Wochenende das Hard'n Heavy Summernight Open Air. Das mit der Sommernacht, das war natürlich optimistisch gedacht. Ausgerechnet jetzt zum Beginn des Festivals sacken die Temperaturen in den Keller. Aber hartgesottenen Hardrock-Fans kann das natürlich nix anhaben - die schlagen trotzdem ihre Zelte auf und halten die drei Tage durch. Na klar.

Noch kommt der Ton zwar aus der Konserve. Doch Ralf Schumacher ist drei Stunden vor dem ersten Live-Auftritt trotzdem schon gut drauf. Nur der Wetterbericht fürs Wochenende verheißt nichts Gutes. Der 49jährige hat Hard'n Heavy Rhein-Sieg vor 12 Jahren gegründet und genau so lange gibt es bereits das Festival. Organisiert wird es komplett in Eigenregie. Viel Arbeit für die Mitglieder. Seit dem frühen Morgen sind sie auf den Beinen. Die meisten jedenfalls.

Durchmachen, das wollen viele Fans. Die ersten reisten bereits gestern abend an. Doch erst jetzt, am frühen Nachmittag füllt sich der Zeltplatz langsam. Für viele Einheimische ist der Einfall der Heavy-Metal-Fans dagegen Jahr für Jahr eine Art Kulturschock.

Hard-Rock-Musik is keine Frage des Alters

Die Veranstalter rechnen mit bis zu 1000 Besuchern. Viele hier sind  Stammgäste. Das einzigartige Motto "Umsonst und draussen" kommt an. Finanziert wird das Festival allein durch den Verkauf von Speisen und Getränken. Sogar eine Kinderbetreuung gibt es.

Nachwuchs-Förderung, darum geht es dem Verein auch bei den Bands. Über 100 hatten sich für einen Auftritt beworben. Nur 12 dürfen am Wochenende spielen. Die Auswahl der Gruppen ist Chefsache. Hard-Rock-Musik is keine Frage des Alters. Und in so einer Stimmung ist es dann auch völlig egal, wie am Ende das Wetter wird.

Quelle: Fernsehbeitrag des WDR-Studio Bonn

Ruhiges und friedliches Konzertfestival in Euskirchen

Wochenendtermine

"Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert" in den Euskirchener Erftauen

Es wird Hard and Heavy und ganz schön laut am Wochenende bei uns in Euskirchen. Genauer gesagt in den Euskirchener Erftauen - denn da ist Freitag und Samstag das "Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert".

Das ist so was wie Rock am Ring in klein (allerdings ohne Übernachtungsmöglichkeiten) - aber es gibt eine Bühne und jede Menge Live-Musik. Für den richtigen Hardrock sorgen dann verschiedene Nachwuchsbands. Dieses Jahr sind unter anderem die Bands "Scared Steel" oder "Scepsis" mit dabei, oder auch die Mittelalter-Metallband "Clanrock".

Also, von am Wochenende ist das "Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert" in den Euskirchener Erftauen.  Das Festivalmotto lautet "Umsonst und Draußen" - der Eintritt ist also an allen Tagen frei.

Los geht's am Freitag. Ab 16 Uhr können Sie noch eine Kleinigkeit essen, bevor die erste Band dann um 18 Uhr loslegt. Am Samstag gibt's schon ab 12 Uhr Musik - und es wird den ganzen Tag durchgerockt. An beiden Tagen geht das "Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert" bis 24 Uhr, danach ist Schluss, damit die Anwohner auch noch ein bisschen schlafen können.

Mehr Infos zum "Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert" gibt's unter ww.hardnheavys.de

anm. der Hard'n Heavy's - natürlich kann bei uns gezeltet werden, es ist uns schleierhaft wie der Autor die Zelte übersehen konnte.

Quelle: Wochenendtermine

Ruhiges und friedliches Konzertfestival in Euskirchen

RADIO EUSKIRCHEN 20.07.2009

draussen und umsonst - die Konzerte in der Erftaue

Beim Hardrock-Konzert in den Euskirchener Erftauen hat es am Wochenende keine größeren Lärmbelästigungen gegeben. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Stadt.

12 Nachwuchs-Bands hatten von Freitag bis Sonntag die Chance vor einem größeren Publikum aufzutreten. Damit ist die Veranstaltung einmalig in der Region.

Nach Auskunft des Veranstalters Ralf Schumacher kamen etwa tausend Besucher in die Erftauen.

Sorgen bereitet ihm das nächste Jahr - dann soll in den Erftauen das neue große Freizeit- und Wellnessbad gebaut werden.

Im Gespräch ist bereits der Billiger Wald als neuer Standort für das Hardrock-Konzert.

anm. der Hard'n Heavy's - Ralf Schumacher, genannt Schumi, ist nicht der Alleinveranstalter des Hard'n Heavy's Summernight Open Air sondern der Vorsitzende des Hard'n Heavy's Rhein-Sieg e.V., welcher mit all seinen Mitgliedern gleichermaßen an der Organisation und Durchführung des Festivals beteiligt ist.

Quelle: Hard Rock Konzert in den Euskirchener Erftauen (Bericht vom 20.07.2009) zum anhören oder downloaden

Hardrock-Konzert in den Erftauen

PRESSEMITTEILUNG STADT EUSKIRCHEN, 10.07.2009 12:04 Uhr

Belästigungen für Anwohner werden so gering wie möglich gehalten

Vom 17.-19.07.2009 findet erneut das Hard'n Heavy's Summernight Open Air Konzert in den Erftauen statt. Wie in den Vorjahren wird der Veranstalter Hard'n Heavy's Rhein-Sieg durch die Ausrichtung der Bühne und Konzentration der Veranstaltung auf dem vorderen Geländeteil der Erftauen (ab Erftbrücke/Erftstraße) versuchen, die Belästigung Dritter auf ein Minimum zu reduzieren. Das Abspielen von Live- Musik ist auf die Zeit bis 24:00 Uhr beschränkt worden.

Die Art der Veranstaltung ist für die hiesige Region einmalig, da jungen Nachwuchsbands im Bereich des Hard-Rock die Möglichkeit eröffnet wird, vor einem größeren Publikum ihr Können zu zeigen. Sicherlich kann durch das Motto "Umsonst und Draußen" auch eine Stimmung wie zu Zeiten von "Woodstock" aufkommen. In den vergangenen Jahren wurde die Veranstaltung gut angenommen. Gerade für junge Menschen, die dieser Musikrichtung zusprechen, ist diese Veranstaltung ein Anziehungspunkt. Die Veranstaltung trägt sich nur durch Spenden und Einnahmen durch den Verkauf von Speisen und Getränken.

Die Stadt Euskirchen bittet die Bevölkerung um Verständnis, auch wenn es vielleicht zeitweise etwas lauter werden sollte. Sollten während der Veranstaltung dennoch Probleme durch die Lautstärke oder auch sonstiger Art auftreten, stehen die Mitarbeiter des Fachbereiches 8 - Grünflächen und Forsten - unter den Telefonnummern 0178/1394780 oder 0151/16220559 als Ansprechpartner zur Verfügung. Für die Abend- und Nachtstunden hat der Veranstalter eine Security-Firma mit der Absicherung des Geländes beauftragt.

Quelle: PRESSEMITTEILUNG STADT EUSKIRCHEN vom 10.07.2009

Draußen und umsonst

Von Anne-Kathrin Gerstlauer, 19.07.09, 15:56h

800 Besucher waren beim diesjährigen "Hard'n Heavy's Summernight Open Air" in den Erftauen. Selbst ernannte "Luxus-Metaller" aus Wuppertal kamen im ausgebauten Bus mit Kühlschrank.

Euskirchen - Auf der Bühne krachen harte Gitarren-Riffs, das begeisterte Publikum übt sich gemeinsam mit den Musikern der Metal-Band "Torment of Souls" im "Headbangen", ein junger Mann wird währenddessen auf den Händen der Fans durchs Publikum getragen.

Ein wenig abseits vom eigentlichen Schauplatz des diesjährigen "Hard'n Heavy's Summernight Open Air" in den Erftauen sitzen die drei Wuppertaler Metal-Fans Markus, Tommy und Alex gemütlich auf einer Bierbank vor ihrem schwarz lackierten Bus. "Wir sind nicht so die Front-Steher", gestehen sie. Eingefleischte Heavy-Metal-Fans seien sie trotzdem, aber "ganz besondere", denn sie seien "Luxus-Metaller". "Die anderen leben von warmem Bier, wir haben hier einen Kühlschrank, außerdem noch einen Ofen und ein Spülbecken", sagt Tommy stolz. Ihren Bus bezeichnen sie mal als "Dosenöffner", mal als "Magnet" für wildfremde Leute.

Von denen stammt dann wohl auch die einzelne grüne Traube, die ziemlich verloren zwischen den ganzen leeren Flaschen auf dem Tisch liegen geblieben ist. Eine der goldenen Festival-Regeln der drei Jungs lautet nämlich: "Vitamine auf Konzerten sind sind tabu!" Begleitet von ihrem "Luxus-Bus" besuchen sie seit zehn Jahren Heavy-Metal-Veranstaltungen. Um die 100 Festivals haben die Männer mit ihrer bemerkenswerten Ernährungsphilosophie schon überstanden. Davon zeugen unter anderem die Aufschriften von über 50 verschiedenen Bands, die den Bus von außen verzieren.

Im Innenraum finden sich weitere Souvenirs von zahlreichen Festivals. "In Wacken in Schleswig-Holstein waren wir schon, in Balingen und sogar in Slowenien", nennt Alex nur einige ihrer vielen Stationen. Früher waren die drei jedes Wochenende unterwegs, "aber die Zeiten sind vorbei", so Markus. In Euskirchen sind sie nun schon zum dritten Mal. Das Motto "umsonst und draußen" treibt auch sie regelmäßig in die Kreisstadt.

Neben den "Luxus-Fans" tummelten sich am Wochenende weitere 800 Zuschauer in den Erftauen, so Ralf Schumacher, erster Vorsitzender des Clubs "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg". Der Organisator bekommt jährlich rund 100 Bewerbungen von Bands, die gerne auftreten wollen: "Unser Festival gilt bei jungen Bands als Sprungbrett und tolle Möglichkeit, Erfahrungen vor großem Publikum zu sammeln." Als Beispiel nennt er "Gun Barrel" aus der Eifel. Die durften nach ihrem ersten Auftritt in Euskirchen bereits auf dem größten Heavy-Metal-Open-Air-Festival in Wacken spielen.

Auf der Liste der Bands standen am Wochenende aber nicht nur solche aus der Region, sondern aus ganz Deutschland. Beispielsweise die Headliner "Sacred Steel" aus Stuttgart oder "Grailknights" aus Hannover, die den Zuschauern am späten Freitag- und Samstagabend ordentlich einheizten. Aus dem Nachbarland Luxemburg angereist war die Band "Clanrock". Auch bei den Stilrichtungen achtet Schumacher auf eine gute Mischung: "Wir versuchen 50 Prozent ruhigere Bands zu engagieren, die andere Häfte muss richtig Gas geben."

Das Ergebnis war in diesem Jahr ein bunter Mix aus Thrash Metal, Death Metal, Black Metal, Folk Metal, Hard Rock und Heavy Metal. Als "modernen Thrash" bezeichnet Torsten Schramm die Stilrichtung seiner Band "Sober Truth". Der Sänger, beziehungsweise "Shouter", freute sich über die "geile Stimmung" bei seinem Auftritt am Samstagnachmittag. Er sieht die in der Szene beliebte Euskirchener Veranstaltung vor allem als Chance, Kontakte zu knüpfen. Einer der jüngsten Fans, der elfjährige Kevin Schmitz, hatte noch andere Motive, sich für das Heavy-Metal-Festival zu begeistern: "Die Musik, die Leute und vor allem das lange Aufbleiben&"

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 19.07.09

Hard'n Heavy: Düster, aber gut gelaunt

Von Nicole Berbuir, 20.07.09, 07:00h, aktualisiert 20.07.09, 11:28h

An diesem Wochenende haben 800 bis 1000 Hard-Rock und Heavy-Metall Fans das Kommando in den Euskirchener Erftauen übernommen. Denn das Hard'n Heavy's Summernight Open Air hat sich zum Mekka der Szene gemausert.

Spielende Kinder, herumtollende Hunde und durchtrainierte Volleyballspieler prägen normalerweise das Bild der Euskirchener Erftauen. Doch an diesem Wochenende übernahmen 800 bis 1000 Hard-Rock und Heavy-Metall Fans das Kommando in den Grünanlagen. Denn das Hardn Heavys Summernight Open Air hat sich zum Mekka der Szene gemausert.

Und genau deshalb reisten auch in diesem Jahr wieder Liebhaber der harten Klänge aus ganz Deutschland an.

Schon am frühen Freitagnachmittag schlugen die ersten ihre Lager in den Erftauen auf. Trotz der momentanen Baumaßnahmen gab es reichlich Platz für Zelte, Bierbänke und Dixi-Toiletten, worüber sich der Präsident der "Hardn Heavys Rhein-Sieg 1997", Ralf Schumacher, besonders freute: "Wir hatten schon ein bisschen Angst, dass das Festival wegen der Umbaumaßnahmen nicht stattfinden könne, aber dank der tollen Zusammenarbeit mit der Stadt Euskirchen hat trotzdem alles sehr gut geklappt".

In diesem Jahr traten Freitag und Samstag zwölf Bands auf. Besonders wichtig ist den Veranstaltern, dass junge Gruppen die Chance bekommen, vor einem größerem Publikum zu spielen und so den Heavy-Metall Nachwuchs zu fördern.

"Mittlerweile bewerben sich jedes Jahr 60 bis 100 Bands bei uns, weil es einfach eine tolle Gelegenheit ist, bekannter zu werden", erklärt Ralf Schumacher. Natürlich dürfen auch auf der Bühne einige Klischees nicht fehlen. So auch bei der Band "Abstinenz", die sich vor ihrem Auftritt am Freitagabend noch mit reichlich roter Farbe versorgte, um dem düsteren Image noch den nötigen "blutigen" Touch zu verleihen. Doch trotz der teilweise sehr speziellen Erscheinung und der Erfüllung aller gängigen Klischees wie langer Haaren und schwarzer Kleidung haben sich mittlerweile auch die Bewohner der anliegenden Häuser offenbar an die Veranstaltungen gewöhnt und es gibt kaum noch Beschwerden bei der Stadt und der Polizei.

Denn egal wie düster die Hard-Rocker vielleicht auf den ersten Blick wirken, eines steht bei dem Open Air ganz klar im Vordergrund: der Spaß und die Musik. Genau das ist es auch, was diejenigen begeistert, die zum ersten Mal zum Euskirchener Festival kommen. So auch Isabell und Claudia aus Köln, die den Tipp von einem Arbeitskollegen bekommen hatten: "Die Stimmung ist super und es ist nicht so eine typisch kommerzielle Veranstaltung, hier steht einfach die Musik ganz vorne".

Natürlich sind einige Fans wegen einer ganz bestimmten Band angereist, wie eine Gruppe aus Hamburg, die für "Sex Gepard" die lange Reise auf sich genommen haben, aber viele sind auch nur deshalb gekommen, um sich selbst ein Bild zu verschaffen, was die Welt des Hard-Rock und des Death-Metalls neues zu bieten hat. Deshalb vermisst hier auch keiner die großen Head-Liner.

Eine Besonderheit hat das kostenlose Festival noch zu bieten: Eddie, der Schamane ist hier. Er ist dafür verantwortlich, dass es trotz der schlechten Wettervorhersagen nie während des Events regnet. "Bevor das Fest anfängt, räuchere ich das ganze Gelände mit Salbei und einer Feder aus, dadurch schließe ich einen Energiekreis. Mir geht es dabei zwar weniger um das Wetter, ich sorge für die Harmonisierung und die guten Energien, aber ich versuche natürlich auch, dass der Regen fern bleibt."

Und egal ob man an die befremdlich klingenden Methoden des rockigen Schamanen glaubt, mit dem Wetter hat es bisher immer geklappt. Und deshalb wundert sich auch keiner, wenn Eddi morgens um halb sechs im Osten die Sonne begrüßt, denn wenn sie dafür im Energiekreis bleibt, kann es ja nur von Vorteil sein.

anm. der Hard'n Heavy's - Eddie ist nicht der Schamane. Eddie ist zur Zeit 2. Vorsitzender der Hard'n Heavy's Rhein-Sieg und hauptsächlich für die Rekrutierung und Betreuung der Bands zuständig. Der Schamane hört auf den Namen Bernhard.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 20.07.09

"Torture Squad" kamen als Headliner

Von Thomas Schmitz, 20.07.08, 16:09h

800 Besucher füllten die Erftaue beim "Summernight Open Air". Die Veranstalter möchten in Euskirchen bleiben, aber sie brauchen wohl einen neuen Festival-Platz. Gefallen würde es ihnen am Billiger Wald.

Euskirchen - Als am Sonntag die Veranstalter des "Summernight Open Air", der Verein "Hard'n Heavys Rhein-Sieg 1997", die Bühne abgebaut und den Platz in der Euskirchener Erftaue aufgeräumt hatten, verließen sie die Kreisstadt. Ob sie im nächsten Jahr wiederkommen, scheint derzeit fraglich. Denn nächstes Jahr könnten in der Erftaue, wo das Metal-Festival zum fünften Mal stattfand, schon die Bagger schaufeln. Bekanntlich soll in der Erftaue ja das neue Euskirchener Schwimmparadies entstehen.

"Was nächstes Jahr passiert? Keine Ahnung. Wir würden aber gerne in Euskirchen bleiben", betonte Ralf Schumacher, Vorsitzender der Hard'n Heavys. Man sei auch schon in Gesprächen mit der Stadt, um eine Ausgleichsfläche zu finden. "Wir könnten uns beispielsweise den Billiger Wald als Veranstaltungsort vorstellen. Da stören wir zumindest keine Anwohner", so Schumacher weiter. Denn besonders beim ersten Konzertwochenende in Euskirchen vor fünf Jahren hatte es Beschwerden der Anwohner gehagelt. "Da waren wir noch näher an der Wohngegend dran. Im Jahr danach sind wir aber hierhin umgezogen", erzählt Schumacher hinter der Bühne am Richterturm.

Rund 800 Zuschauer waren diesmal zum "Summernight Open Air" gekommen. Die Besucher reisten nicht nur aus der Region an, sondern auch vom Niederrhein, dem Ruhrgebiet, dem Westerwald, aus Belgien und den Niederlanden. "Viele sind Wiederholungstäter. Die bringen aber immer wieder neue Leute mit", freut sich Schumacher über die ständig gestiegene Resonanz. Das Ziel der Veranstaltung ist auch die Förderung von Nachwuchsbands aus der Region. "Viele von den Gruppen spielen sonst vor 30 Leuten. Hier haben sie die Möglichkeit, vor 800 Menschen Musik zu machen", meinte Schumacher. Doch natürlich bestreitet der rund 40-köpfige Verein aus dem Raum Bonn das Festival nicht nur mit Newcomern. Um Besucher anzulocken hat man jedes Jahr ein paar besondere Bands als Headliner verpflichtet. Diesmal war das die Band "Torture Squad" aus Brasilien. Die Thrash- und Death-Metal-Gruppe um Frontmann Vitor Rodrigues befindet sich derzeit auf Deutschland-Tour und machte am Freitag Halt in Euskirchen. Nicht ganz so weit musste das Samstags-Highlight reisen. Die 1998 gegründete Gruppe "Metal Inquisitor" kommt aus Koblenz und arbeitet derzeit an ihrem dritten Album.

Beim "Summernight Open Air" ist aber, wie bei anderen Festivals auch, nicht allein die Musik wichtig. Ein bedeutender Faktor ist auch das Miteinander. Wem die Band auf der Bühne nicht zusagte, der setzte sich ans Lagerfeuer und quatschte mit den anderen Besuchern. Selbst Veranstalter Ralf Schumacher gibt zu: "Das ist ein Festival fürs Publikum. Mir gefällt hier auch nicht jede Band, aber es muss ja den jungen Leuten Spaß machen."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 20.07.08

Zwölf Bands - und alle "für omesöss"

Von Franz-Josef Vogt, 20.07.08, 20:54h

Zelte über Zelte, Pkw neben Pkw und jugendliche Konzertbesucher "en Masse": Der "Hard'n Heavy's Rhein/Sieg 1997-Club" hatte wieder einmal mehr zu einem seiner "Hard'n Heavy's Summernight Open Air-Konzerte" in die Erftauen eingeladen.

Euskirchen - Mit dem Ziel, die Hardrock- und Heavy-Metal-Szene im Rhein-Sieg-Kreis und Umgebung zu erhalten und zu fördern, war der Club 1997 von sieben Mitgliedern gegründet worden. Inzwischen auf über 30 Voll- und Fördermitglieder plus Anwärter angewachsen, sind die von ihnen veranstalteten Konzerte längst zu Selbstläufern geworden, für die sie beinahe nicht einmal mehr groß die Werbetrommel rühren müssen. Eine Veranstaltung ins Internet einstellen genügt - und schon strömen die Fans in Scharen von weit herbei.

Fürs Euskirchener Event, das in den Erftauen zwischen Kölner Straße und Erftstraße stattfand, hatten bereits am Freitag Fans aus Beuel, Bonn, Münster, Osnabrück, Siegburg und Troisdorf ihre Zelte aufgeschlagen. Nahezu alle berichteten, regelmäßig dabei zu sein. Lediglich Kim und Ruben aus Bad Dürkheim hatten sich erst zum zweiten Mal in der Kreisstadt für drei Tage häuslich niedergelassen. Schon beim ersten Mal habe es ihnen wegen der Ungezwungenheit in den Erftauen gut gefallen, erklärten sie. Und dass sie auch - trotz der großen Entfernung - in Zukunft so oft wie möglich dabei sein wollen, wenn die Nachwuchsbands ihre Musik spielen.

Auch, wenn der eine oder andere das Konzertereignis doch nicht so ganz in die Nähe von "Rock am Ring" rücken mochte - die Begeisterung war groß. Einmal der Musik und der gebotenen Qualität der Auftritte wegen, zum anderen passte das Ambiente zum Motto "umsonst und draußen". Umsonst hieß: Für Konzerte und Aufenthalt wurde kein Obolus erhoben. Und auch zelten und parken durften die 800 Konzertbesucher für "omesöss". Die entstehenden Kosten würden durch Spenden und den Verkauf von Speisen und Getränken gedeckt, erklärte Club-Vorsitzender Ralf Schumacher.

Das musikalische Programm an den beiden ersten Tagen wurde von insgesamt zwölf Bands bestritten, so etwa von der Band "Deja Vu" aus Straubing, die am frühen Samstagabend ihre Fans begeisterte. Sonntags gab's keine Band-Auftritte mehr. Das Konzert-Ereignis endete morgens mit dem Frühstück. Anschließend machten sich alle Besucher auf den teils längeren Heimweg. Für Schumacher und dessen Mitstreiter hieß es, alles, was am Donnerstag mühsam aufgebaut worden war, wie zum Beispiel die Bühne, wieder abzubauen und bis zum nächsten Konzert zu verstauen.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 20.07.2008

Erftauen als "Metal-Mekka"

Von Thomas Schmitz, 20.07.08, 16:09h

Euskirchen - Die zehnte Auflage der "Hard'n-Heavy-Summernight" lockte einige hundert Fans an. An zwei Tagen traten zwölf Bands auf, und das Publikum vor der Bühne ließ die Haare fliegen.

Euskirchen - Heavy-Metal-Musik erzeugt ein ausgeglichenes Gemüt. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man am vergangenen Wochenende in den Erftauen war. Dort fand die zehnte Auflage der "Hard'n-Heavy-Summernight" statt; zum vierten Mal wurde das Musikfestival in Euskirchen veranstaltet. Zwar sehen die Zuschauer mit ihren langen Haaren, der schwarzen Kleidung und den zahlreichen Tätowierungen zum Fürchten aus. Doch wenn man sich mit ihnen unterhält, stellt sich heraus, dass es sich fast ausnahmslos um nette, freundliche Menschen handelt.

Zwölf Bands traten am Wochenende in den Erftauen auf; vier am Freitag, acht am Samstag. "Vertreten ist alles von Hardrock über Heavy Metal bis Death Metal", beschreibt es Eddie Pesch, stellvertretender Vorsitzender des Veranstalters, den "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg". Mehrere hundert Fans tummelten sich in der Freizeitanlage und hatten sichtlich Spaß.

"Aardvarks" aus Bonn beispielsweise vereinen Elemente von Heavy-, Thrash- und Death Metal. Zu äußerst melodischen Gitarrenparts gesellt sich der von Laien als "Grunzen" beschriebene Gesang. Dazu verfällt das Quartett um Sänger und Lead-Gitarrist Guido Meyer de Voltaire in typische Metal-Posen. Im breitbeinigen Ausfallschritt "headbangen" sie im Rhythmus der Musik. Das Publikum vor der Bühne tut es ihnen gleich und lässt die Haare fliegen.

Absoluter Höhepunkt des Konzerts war der Auftritt der schwedischen Formation "Sabaton" am Samstagabend. Die Band war noch am Freitag auf dem "Earthshaker"-Fest in Bayern aufgetreten und wollte unbedingt noch ein Konzert in Deutschland geben. Also schlugen die "Hard'n Heavy's" gleich zu. Das Gleiche galt für "Raven Black Night". Die Gruppe mit der weitesten Anreise - sie stammt aus Australien - nutzte die Summernight als Zwischenstation zwischen dem Headbangers Open Air und dem Wacken Open Air. Als Lokalmatador eröffnete die Metal-Band "Mantide" das Euskirchener Festival am Freitagabend um 18 Uhr. Am Samstagnachmittag gab dann "Sun of Sadness" aus Rheinbach seine Visitenkarte ab.

Mit Sorge betrachten die "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg" die Pläne der Stadt Euskirchen, in den Erftauen das Allwetter-Freizeitbad errichten zu wollen. "Wir haben lange nach einem geeigneten Platz für unser Festival gesucht und sind sehr zufrieden hier", meinte Pesch. Ähnliches hört man von Vertretern der Stadt, die immer nur lobende Worte für den Verein aus Bonn haben. Über kurz oder lang müssen sich die "Hard'n Heavy's" also ein neues Gelände suchen. Voraussetzungen: Es muss groß genug sein und über einen Wasseranschluss verfügen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 24.07.2006

Die Farbe Schwarz dominierte

VON JULIA KUNZE, 24.07.06, 07:15h

Euskirchen --

Wer sich am Wochenende in die Erftauen in Euskirchen verirrte, der wurde mit ohrenbetäubenden Schreien und krachenden Rhythmen beschallt. Ursache war das Hardrock- und Heavy-Metal-Open-Air, das dort zum nunmehr vierten Mal vom Verein "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg" veranstaltetet wurde.

Nichts für schwache Gemüter, denn für "Normalos" sah die Szene auf den ersten Blick doch etwas unheimlich aus. Die Metal-Fans kosteten die Klischees, die der Musikrichtung anhaften, voll und ganz aus: So weit das Auge reichte nur lange Haare, Jeanskutten mit Bandaufnähern und vor allem die Farbe Schwarz, die bei Haar und Klamotten dominierte. Imposant anzusehen war auch der Tanzstil, den die Konzertbesucher praktizierten. So wurden die langen Mähnen im Rhythmus der Musik durch die Luft geschleudert, und unschuldige Menschen, die zufällig den Weg der Tanzenden kreuzten, einfach weggeschubst. "Alles halb so wild", grinste Besucher Julian Wegmann, der versicherte: "Metaller sind die harmlosesten Menschen, die es gibt."

Immerhin fast 400 Rockfans trafen sich zum Auftakt des Festivals am Freitagabend, um bei strahlendem Sonnenschein zu den harten Rhythmen abzutanzen und Party zu machen. Das Durchschnittsalter der Gäste war dabei ziemlich durchwachsen. "Der Älteste in unserem Club ist 62 Jahre alt", meinte Eddie Pesch, der Präsident vom Verein "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg", der sich seit 1997 der Erhaltung und Förderung der Hardrock- und Heavy-Metal-Kultur verschrieben hat. "Wir versuchen aber gerade auch jüngere Leute ansprechen und für diese Musik begeistern. Trotzdem kann man sagen, dass der durchschnittliche Metaller in den 80ern mit der Musik groß geworden ist." Und damit die Großen in aller Hingabe abrocken und die Mähne fliegen lassen konnten, bot der Club während des Festivals eine Kinderbetreuung für den Metal-Nachwuchs an.

Auch in diesem Jahr konnten die Veranstalter das Motto "Umsonst und draußen" beibehalten. "Wir wollen hier keinen Reibach machen, sondern den Leuten entgegenkommen", so Eddie Pesch. "Dass wir ein Festival mit zwölf Livebands sowie freiem Campen und Parken anbieten können, liegt in erster Linie an der großen Einsatzbereitschaft aller ehrenamtlich arbeitenden Clubmitglieder und den befreundeten Helfern." Das Festival finanziert sich ausschließlich durch den Verkauf von Speisen und Getränken.

Die Fans freute es. Und so entstand auf dem Gelände der Erftauen eine illustre Zeltstadt, in der das ganze Wochenende kräftig gefeiert wurde. "Ich wohne zwar gleich um die Ecke, aber ich will die komplette Stimmung mitkriegen", meinte Timo Schäfer, der mit seinen Freunden auf der Wiese direkt neben der Bühne campierte.

Seit der Gründung vor neun Jahren hat es sich der Verein "Hard'n Heavy's Rhein-Sieg" zur Aufgabe gemacht, Bands aus der regionalen Szene ein Forum zu geben. Und ist damit so erfolgreich, dass sich die Mitglieder keine Sorgen mehr darüber machen müssen, ausreichend Bands für ihre Veranstaltung zu finden. Die Musikgruppen stehen mittlerweile regelrecht Schlange.

So rockten am Samstagmittag unter anderem "Steelpreacher" aus der Eifel und "Fiendish Gloom", die sich selbst als die "härteste Metal-Band Mechernichs" bezeichnen. Ansonsten waren viele Bands aus dem Ruhrgebiet angereist, die die zahlreichen Metal-Substile - von Thrash und Death Metal bis hin zu Old-School-, Black- und True-Metal - zum Besten gaben.

"Wir haben in den zurückliegenden Jahren zwar immer nur gute Erfahrungen mit den Festivalbesuchern gemacht, trotzdem haben wir uns in diesem Jahr zum ersten Mal einen Sicherheitsdienst für die Nacht gegönnt", erzählte Eddie Pesch. Schließlich wolle man als Veranstalter genauso wie die Musikfans "mit guter Musik, viel Bier und Headbangen" durchfeiern.

Und wer beim Euskirchener "Hard'n'-Heavy"-Festival noch nicht genug bekommen hat, der kann sich unter der Website des Vereins immer noch für die Fahrt zum diesjährigen "Wacken Open Air" anmelden.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 24.07.2006

Ein sehr emotionales Publikum

VON CHRISTINA GEIMER, 24.07.06, 07:09h

EUSKIRCHEN. "Die Umgebung ist herrlich, sehr nette Leute sind hier und die Atmosphäre ist klasse", fand Besucher Jan Graeger aus Arloff.

Ersten Metal-Rock brachte dann die Bonner Band "Riccochet" auf die Bühne an der Erftaue. "Es war super, aber ein bisschen zu früh. Um 18 Uhr kommt kein Heavy aus der Tür", meinte Sänger Andy Malm nach dem Auftritt. Mit einem Lächeln fügt er hinzu: "Die müssen ja auch arbeiten." Keyboarderin Heide Kauert fand den einstündig Auftritt viel zu kurz. Rund 100 Zuschauer tummelten sich vor der Bühne als "Riccochet" spielte. Zur Band gehören außerdem Peter Wendland, Gitarre, und Michael Ritzmann, Bass.

Als gegen halb acht "Aardvarks" aus Bonn mit Thrash und Death Metal loslegte, feierten trotz der Hitze schon rund 400 Metalfans vor der Bühne mit. Sänger Guido Meyer de Voltaire war begeistert: "Ich hab's genossen. Es war super lustig und gut besucht."

Mit Daniel Hauenstein, Gitarre, Guido Meyer de Voltaire, Gesang, Omer Hamzaoglu, Bass und Martin Below, Schlagzeug, trug die Band selbst geschrieben Lieder vor. "Hier ist ein sehr emotionales Publikum", schwärmte Guido Meyer de Voltaire: "Zum Teil kennen die Leute unsere Lieder. Das ist schon ein erhabenes Gefühl, wenn sie die Texte mitsingen, die man selber verbrochen hat."

Es reisten auch zahlreiche Metalfans aus dem Bonner Raum an, wo auch die meisten der Bands herkamen. Die steigende Resonanz beim dritten Metal-Konzert an der Erftaue führten die Organisatoren vom Club Hard'n'Heavys vor allem auf ihr Motto "Umsonst und Draußen" zurück.

"Im Vergleich zu den letzten Jahren ist schon früh viel los", meinte denn auch Besucher Stefan Hengstler aus Stotzheim. Höhepunkt war am Freitag die Heavy-Rock-Band "Gun Barrel". "Der Platz war komplett voll und wir haben die 400 locker übersprungen. Die Stimmung war gut," sagte Organisator Eddie Pesch.

Aus Rücksicht auf die Anwohner der Erftaue endete das Live-Programm am Freitag und Samstag um 24 Uhr. Das fand Anwohner Nico Strutz rücksichtsvoll: "Die sagen der Nachbarschaft Bescheid. Jedes Jahr liegt ein Zettel für ein kostenloses Bier im Briefkasten."

Am Samstag traten neben sieben Newcommern und Underground-Bands die Mechernicher Gruppe "Fiendish Gloom" auf. Marcel Kitz, Gesang, Michael Rust, Bass, Erich Mahnstein, Schlagzeug und Niko Schmitz, Gitarre, spielten Trash Metal.

Der Höhepunkt des Festivals war am Samstagabend der Auftritt der True Metal Band "Wizard" aus Bocholt - die bekannteste Bands des Festivals.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 24.07.2006

"Hard'n Heavy's Summernight Open Air" lockt nach Oedingen

Artikel vom 17.07.2002

Elf Bands spielen ohne Eintrittspreis auf den Höhen über Remagen - Auch Frühstücks-Buffet gratis

Remagen. (wtz) Das Warten hat für die Freunde der harten Musik ein Ende. Von Freitag bis Sonntag startet das fünfte "Hard'n Heavy's Summernight Open Air" Festival über den Höhen von Remagen in Oedingen. Die Verantwortlichen um Jürgen Schwarz, Chef von "Hard'n Heavy's Rhein Sieg 1997", haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Weiter geht es dann mit "Blood Red Angel", einer fünfköpfigen Trash-Metal-Band. Etwas ruhiger wird der Freitag mit "Circle of Pain" ausklingen. Obwohl der Name der Band vom Kreislauf der Schmerzen spricht, hat sich die Gruppe dem Melodic-Hardrock verschrieben und wird auch etwas ruhigere Töne anschlagen. Die Musiker haben bereits als Vorgruppe von Größen wie Bonfire, Saxon und Uriah Heep gespielt.

Der Samstag startet um 13 Uhr mit "Parricide" aus Neuwied auf der Bühne. Das Quartet überzeugte bislang mit einer energiegeladenen Live-Performance. Im Laufe des Tages werden dann noch "Vicious blow", "Orkus", "G(e)nom" aus Köln, "Perzonal War", "Delirious" und "Vortex" auf der Bühne stehen, bevor weit nach Mitternacht noch einmal die Jungs von "Gun Barrel" dem Publikum alles abverlangen werden.

Das Festival in Oedingen hat aber neben der Musik noch eine zusätzliche Besonderheit zu bieten. So wird weder zu den Konzerten Eintritt verlangt, noch ist eine Gebühr für das Aufstellen von Zelten zu bezahlen.

Die Veranstalter versuchen lediglich durch den Verkauf von Speisen und Getränken diese Mammutveranstaltung zu finanzieren. Zu fairen Preisen wird es dann kulinarische Köstlichkeiten geben. Das Frühstücks-Buffet ist kostenlos.

Quelle: Generalanzeiger Bonn vom 17.07.2002

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